Partnerschaft und Partnerkaffee

Was hat der Dekanatspartnerschaftskreis mit dem Würzburger Partnerkaffee zu tun?

Diese Frage stellte ich mir zu Beginn meiner Tätigkeit als Partnerschaftsbeauftragte unserer Kirchengemeinde in Ochsenfurt. In unserer Gemeinde pflegen wir die Partnerschaft mit der Diözese Ruvuma in Tansania und trinken beim Kirchenkaffee fair gehandelten Kaffee und aus Tansania Würzburger Partnerkaffee.

WÜPAKA ist die Abkürzung für Würzburger Partnerkaffee. Der gemeinnützige Verein Würzburger Partnerkaffee e.V. (WÜPAKA) setzt sich schon seit 1998 für den direkten, fairen, partnerschaftlichen Handel und den sozialen Kaffeekauf ein. WÜPAKA ist FairTrade zertifiziert, verwendet jedoch ein eigenes „100% fair“-Logo auf den Kaffeeverpackungen anstelle des bekannten Fairtrade-Siegels. Dies spart Lizenzgebühren. Besonders für sehr kleine Kooperativen sind die Kosten für eine Zertifizierung oft zu hoch. WÜPAKA verpflichtet sich in diesen Fällen selbst, die Fairtrade-Standards einzuhalten.

Der Verein zahlt den Erzeugern häufig mehr als die Fairtrade-Mindestpreise. Zudem beinhaltet der Verkaufspreis ca. 76 Cent/kg, die als Spende direkt in soziale Projekte in Tansania fließen. Dadurch unterstützen Verbraucherinnen und Verbraucher mit dem Kaffeekauf soziale Projekte in Tansania, während die Produzenten zugleich ein existenzsicherndes Einkommen erzielen.

Viele Kinder verlieren ihre Eltern durch Krankheiten wie Malaria oder AIDS. In Tansania leben diese Kinder meist bei Verwandten. Großeltern, Onkel oder Tanten sehen sich in der Pflicht, die Kinder zu versorgen, sind aber oft damit überfordert. Es fehlt Geld für das zusätzliche Familienmitglied, insbesondere für den Schulbesuch.

Das Fotos vom Schwarzen Brett aus der Schule in Mbinga zeigt Kinder, deren Schulbesuch durch Jirani Mwema unterstützt wird.

Daneben waren Fotos von weiteren Kindern zu sehen, für die noch Unterstützung gesucht wurde.

Es ist das Projekt der Partnerschaft mit 1.Priorität.

Foto: Andreas Fritze bei der Reise 2022

Hier konnten wir dank vielfältiger finanzieller Unterstützungen von Spender:innen und durch Fördergelder vom Würzburger Partnerkaffee bereits über etliche Jahre hinweg helfen.

Ein Beispiel ist Dora (17). Ihre Familie kann die Schule nicht bezahlen. Jirani Mwema übernahm Schulgebühren, Uniform und Lernmaterial. Dora schloss die Secondary School mit sehr guten Noten ab. Sie möchte später Lehrerin werden.

Kirsten Bähr, Gemeindebeauftragte für Partnerschaft, Entwicklung und Mission in Ochsenfurt