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Mut kann ansteckend sein

Portraits von Frauen – auch aus Tansania

Im Mozartareal in Würzburg war anlässlich von 60 Jahre Partnerschaft Würzburg – Mwanza eine Ausstellung zu sehen. Mit dieser Partnerschaft verbindet uns das Land Tansania, wo Mwanza im Norden liegt.

Aus den Partnerstädten von Würzburg werden jeweils zwei Frauen vorgestellt, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben. „Im Zentrum stehen nicht perfekte Portraits oder heroische Inszenierungen, sondern Haltungen: Mut, Verantwortungen, Zivilcourage, Engagement. Die Ausstellung versteht sich als internationale Einladung, weibliches Wirken über Zeit- und Ländergrenzen hinweg neu wahrzunehmen.“  

Beide portraitierte Frauen aus Mwanza in Tanzania – Esther Kayandy Gasanoga und Zena Kapama Mwangati – waren anwesend.

Die Präsentation ist sehr beeindruckend: es werden Frauen vorgestellt, sie kommen in der Geschichte oft zu kurz. Die Frauen aus Tansania berichten, dass es mit großen Hindernissen verbunden war, dass sie eine Ausbildung machen konnten. Sie freuten sich sehr, dass sie zur Eröffnung der Ausstellung in Würzburg sein können.

Esther Gasangoga hielt eine beeindruckende persönliche Rede, in der sie vor allem ihrer Mutter dankte. „Als ich aufwuchs, war Bildung etwas, das nicht für Mädchen bestimmt war… Aber meine Mutter…hatte eine Kraft, die ich damals gar nicht wirklich begreifen konnte. Obgleich sie selbst viel durchmachen musste, setzte sie sich immer mit allen Mitteln für uns ein.  … Auch Lehrer und Organisationen setzten sich für mich ein.“ 2025 machte sie den Jura Abschluss.

Denn manchmal braucht es nur einen Menschen der glaubt, und alles kann sich ändern“

Mich haben die Biografien dieser Frauen sehr an das Projekt Jirani Mwema erinnert, das wir unterstützen. Es ermöglicht Kindern eine Ausbildung. Es wird in der Ausstellung deutlich, wie wenig selbstverständlich das für Mädchen ist. Jirani Mwema leistet einen sehr wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung!

Die Ausstellung ist beendet, aber im Internet ist sie mit deutschem und englischem Text zu finden: www.wuerzburg.de/Mut

Aus Würzburg werden übrigens die Künstlerin Emy Roeder und Schwester Lioba – Ordensfrau und Lehrerin an der St. Ursula Schule Würzburg – porträtiert. Für sie war Unterricht das Werkzeug zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentfaltung.

Die Auseinandersetzung mit der Biografie der portraitierten Frauen kann Inspiration für das eigene Leben geben. (Ausstellungstext)

  • Mit welchen Herausforderungen waren die Frauen zu ihrer jeweiligen Zeit konfrontiert?
  • Was hat sich seitdem verändert?
  • Kann uns der Mut und das Durchhaltevermögen dieser Frauen heute inspirieren?

Andreas Fritze, stellvertretender Dekanatsbeauftragter für Partnerschaft, Entwicklung und Mission