Die Kirchengemeinden St. Stephan – Gnadenkirche feierten wieder einen gemeinsamen Gottesdienst in der Nikolauskapelle des Bürgerspitals in WÜ. Es war für 2026 auch der Dekanats-Partnerschaftsgottesdienst.

Den Gottesdienst leitete Diakon Andreas Fritze mit Diakon Kai Starke von der Altenheimseelsorge und Dekan Dr. Slenczka. Unter dem Thema „Hände die Brücken bauen“ ging es um die Migration von Menschen – also das Verlassen der Heimat über Grenzen hinweg. Deutschland ist von vielen Migranten geprägt. Im 20. und 21. Jh. waren das z.B. Flüchtlinge und Vertriebene aus Schlesien, Sudetenland, Siebenbürgen, später die Gastarbeiter und Spätaussiedler und schließlich Asylsuchende. Deutschland wurde die neue Heimat. Die Integration bleibt eine große Aufgabe – friedlich miteinander zu leben ist das Ziel und eine Aufgabe auch für die Kirchen.
Die evangelischen Gemeinden in Ruvuma sind durch evangelische Christen, die aus anderen Regionen in Tansania zugezogen sind (also Binnenmigranten) entstanden und durch Mission der dortigen Christen.
Überall sind Hände gesucht, die Brücken bauen. Dekan Slenczka wies auf die erste christliche Gemeinde in Europa hin, die in Philippi gegründet war. (Philipperbrief 4). Sie bestand aus vielen Migranten. „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen!“ schrieb Paulus an die Gemeinde.
Die Besucher aus der Gemeinde und den Seniorenheimen freuten sich über den Tansaniachor Würzburg, mitwirkte, kamen beim Kirchenkaffee ins Gespräch und wurden von Andreas Fritze in einem Bildvortrag über die Partnerschaft informiert. Die Kollekte wird das Projekt „Jirani Mwema“ – Schulbildung für junge Menschen – unterstützen.
Andreas Fritze, Gemeindebeauftragter für Partnerschaft, Mission und Entwicklung.